Der
Gesamtsieger der Deutschland Tour 2008 heißt Linus Gerdemann. Dem
Münsteraner vom Team Columbia reichte im abschließenden Einzelzeitfahren
der Deutschland Tour in Bremen Tagesrang vier, um sich die
Gesamtwertung und damit das Gelbe Trikot zu sichern. Den Tagessieg in
Bremen fuhr der Cottbuser Tony Martin (Columbia) ein.
“Das war heute
noch einmal ein schwieriges Stück Arbeit – das fing schon bei der
Reifenwahl an, denn die Straße war weder richtig nass, noch richtig
trocken. Ich freue mich sehr über den Gesamtsieg, umso mehr als ich
nicht gedacht hätte, dass es mir gelingt, dass Ding von der ersten
Etappe an zu halten“, freute sich ein sichtlich gelöster Linus Gerdemann
und ergänzte: „Wir haben mit dem Radsport in allen Belangen einen
Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es ist klar, dass wir noch
längst nicht angekommen sind, aber ich merke, dass auch das Sportliche
von den Medien wieder vermehrt gewürdigt wird, wofür ich mich an dieser
Stelle einmal bedanken möchte.“
Gerdemann war am Nachmittag als
letzter Fahrer mit 17 beziehungsweise 20 Sekunden Zeitvorsprung auf
seine schärfsten Konkurrenten, Teamkollege Thomas Lövkvist (SWE) sowie
Janez Brakovic (SLO, Team Astana) in den 34 km langen Kurs gestartet.
Weder dem Schweden noch dem Slowenen gelang es im Rennverlauf ihren
Rückstand auf Gerdemann aufzuholen. Zudem stürzte Thomas Lövkvist kurz
vor dem Ziel auf regennasser Fahrbahn und büßte damit wertvolle Zeit
ein. Der Schwede sicherte sich immerhin den Gesamtsieg in der Sprint-
sowie in der Nachwuchswertung. Die Bergpreisgesamtwertung hatte gestern
bereits der Berliner Daniel Musiol (Team Volksbank) gewonnen.
Tourdirektor
Kai Rapp zog auf der Abschlusspressekonferenz eine positive Bilanz der
Deutschland Tour 2008: „Der hier sitzenden Sieger Linus Gerdemann und
Tony Martin belegen, dass der notwendige Generationswechsel im Radsport
begonnen hat. Zudem haben wir in diesem Jahr bei den Zuschauern an der
Strecke zahlenmäßig, aber auch als Botschaft deutlich mehr Begeisterung
gespürt. Ich denke, dass wir mit der diesjährigen Tour ein Zeichen
gesetzt und gute Argumente geliefert haben, dass man mit uns eine faire
Veranstaltung machen kann.“