Linus Gerdemann gewinnt Deutschland Tour - Tony Martin Schnellster im Einzelzeitfahren

05. September 2008 12:58

Der Gesamtsieger der Deutschland Tour 2008 heißt Linus Gerdemann. Dem Münsteraner vom Team Columbia reichte im abschließenden Einzelzeitfahren der Deutschland Tour in Bremen Tagesrang vier, um sich die Gesamtwertung und damit das Gelbe Trikot zu sichern. Den Tagessieg in Bremen fuhr der Cottbuser Tony Martin (Columbia) ein.
“Das war heute noch einmal ein schwieriges Stück Arbeit – das fing schon bei der Reifenwahl an, denn die Straße war weder richtig nass, noch richtig trocken. Ich freue mich sehr über den Gesamtsieg, umso mehr als ich nicht gedacht hätte, dass es mir gelingt, dass Ding von der ersten Etappe an zu halten“, freute sich ein sichtlich gelöster Linus Gerdemann und ergänzte: „Wir haben mit dem Radsport in allen Belangen einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es ist klar, dass wir noch längst nicht angekommen sind, aber ich merke, dass auch das Sportliche von den Medien wieder vermehrt gewürdigt wird, wofür ich mich an dieser Stelle einmal bedanken möchte.“

Gerdemann war am Nachmittag als letzter Fahrer mit 17 beziehungsweise 20 Sekunden Zeitvorsprung auf seine schärfsten Konkurrenten, Teamkollege Thomas Lövkvist (SWE) sowie Janez Brakovic (SLO, Team Astana) in den 34 km langen Kurs gestartet. Weder dem Schweden noch dem Slowenen gelang es im Rennverlauf ihren Rückstand auf Gerdemann aufzuholen. Zudem stürzte Thomas Lövkvist kurz vor dem Ziel auf regennasser Fahrbahn und büßte damit wertvolle Zeit ein. Der Schwede sicherte sich immerhin den Gesamtsieg in der Sprint- sowie in der Nachwuchswertung. Die Bergpreisgesamtwertung hatte gestern bereits der Berliner Daniel Musiol (Team Volksbank) gewonnen.

Tourdirektor Kai Rapp zog auf der Abschlusspressekonferenz eine positive Bilanz der Deutschland Tour 2008: „Der hier sitzenden Sieger Linus Gerdemann und Tony Martin belegen, dass der notwendige Generationswechsel im Radsport begonnen hat. Zudem haben wir in diesem Jahr bei den Zuschauern an der Strecke zahlenmäßig, aber auch als Botschaft deutlich mehr Begeisterung gespürt. Ich denke, dass wir mit der diesjährigen Tour ein Zeichen gesetzt und gute Argumente geliefert haben, dass man mit uns eine faire Veranstaltung machen kann.“







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